17.08.2012: Demo mit vielfältigen Aktionen am Vattenfall-Kraftwerk Jänschwalde

Am Freitag, 17. August,
werden wir beim Kohlekraftwerk Jänschwalde
vielfältige Aktionen machen.
Kommt zahlreich und zeigt euch kreativ
gegen braune Steinzeittechnologie.

EIN RIESIGES LOCH

mitten in der Lausitz: der Braunkohle-Tagebau Jänschwalde frisst sich unermüdlich weiter und verschlingt dabei Menschen und Ortschaften. Dazu das zweitgrößte Braunkohlekraftwerk in Deutschland mit riesigen CO2-Emissionen, die den Klimawandel verschärfen. Das alles geschieht fern vom Blickfeld der Menschen in Berlin oder Potsdam. Der verantwortliche Energiekonzern heißt Vattenfall Europe und gibt sich in seinem Heimatland Schweden grün. Auch in Berlin möchte er statt Kohle lieber „grüne“ Biomasse verbrennen. Vor einem internationalen Schiedsgericht hat der Konzern Klage gegen den deutschen Atomausstieg eingereicht und will so hohe Kompensationszahlungen erstreiten. Das Klima ist Vattenfall reichlich egal: Stattdessen werden Plattitüden ausgepackt, Arbeitsplätze und Wachstum für die Region versprochen. Widerstand wird unter Druck gesetzt oder verschwiegen. Gehört die Lausitz Vattenfall?

Nein! Die Lausitz gehört den Menschen.
Es reicht und es ist Zeit für Widerstand. Wir kommen aus verschiedenen Richtungen: Wir sind Teil der Klimabewegung, wir streiten für mehr Natur- und Umweltschutz, wir setzen uns gegen CCS ein, wir sind Kapitalismuskritiker/innen und wir leisten Widerstand gegen Kohlekraftwerke. Wir sind vielfältig, aber wir haben alle genug von Vattenfall. Wir wollen eine Energieversorgung und eine Lausitz, die eine Zukunft hat.

Es ist Zeit für Widerstand.
Deshalb laden wir Sie / Euch alle ein, zur bunten, friedlichen und lauten

ABSCHLUSSDEMOBeginn: 13.00 Uhr am Bahnhof Peitz-Ost

Der Zug fährt 12.08 Uhr vom Hbf Cottbus nach Peitz-Ost. Seid bunt, kreativ, friedlich & laut.
Unter www.lausitzcamp.info mehr Infos zum Klima- und Energiecamp, das vom 11.-19.08. im Cottbuser Strombad stattfindet.

Einladung zum nächsten Bündnis-Treffen

Unser nächstes Treffen findet statt am Montag, den 6.8. um 19.30 Uhr in der Kohlfurter Straße 46 bei Anti-Atom (3. Stock).
Dieses Mal geht es um letzte Camp- und Demovorbereitungen!

PM: Braunkohle-Gegner kündigen heißen Protest-Sommer an

Gemeinsame Pressemitteilung des Klimacamps im rheinischen Braunkohlerevier, des Klima- und Energiecamps in der Lausitz und des Klimacamps im Mitteldeutschen Braunkohlerevier

BRAUNKOHLE-GEGNER KÜNDIGEN HEIßEN PROTEST-SOMMER AN
Braunkohlewiderstand wird stärker / Klimacamps in allen wichtigen Braunkohlerevieren / breite Vernetzung und Aktionen geplant

Berlin, 27.07.2012: Zwischen dem 3. und 26. August finden zum ersten Mal in allen drei Braunkohlerevieren Deutschlands Klimacamps statt. Während die Camps in ihren Inhalten und Aktionen regionale Akzente setzen, eint sie die klare Ablehnung der klima- und umweltzerstörerischen Braunkohleverstromung. Deutschland ist weltweit der fünftgrößte Kohlekonsument und steht an achter Stelle der Kohleproduktion, vor allem wegen der massiven Nutzung von Braunkohle.

So sind trotz des rasanten Ausbaus der Erneuerbaren Energien und der massiven Klima- und Gesundheitsschädlichkeit der Braunkohle die Pläne für neue Kraftwerke und Tagebaue bei RWE, Vattenfall und MIBRAG nicht vom Tisch. Im Gegenteil: RWE, größter CO2-Emittent Europas, hat die Planungen für ein Kraftwerksprojekt in Niederaußem bei Köln aufgenommen, in der Lausitz forciert Vattenfall Planverfahren für neue Tagebaue und die MIBRAG sucht im Mitteldeutschen Braunkohlerevier bei Leipzig nach Investoren für einen Kraftwerksneubau. In den drei wichtigen Braunkohlerevieren der Bundesrepublik kristallisiert sich nun der Widerstand gegen diese rückwärtsgewandte und menschenfeindliche Energiepolitik in Klima- und Energiecamps.

„Wir wollen uns mit dem Klima- und Energiecamp in der Lausitz tatkräftig für eine Zukunft ohne Kohle und Atom einsetzen“, sagt Christina Eichberger, Pressesprecherin des Lausitzcamps. „Dezentrale erneuerbare Energiequellen sind die Grundlage für eine Energieversorgung, die sich an den Lebensinteressen von Menschen orientiert. Großkonzerne wie RWE und Vattenfall folgen jedoch zentralistischen Kapitalinteressen und damit der Weiterführung ihrer Braunkohlestrategie. Der dringend notwendige sozialverträgliche Umbau des Energiesystems in der kohleabhängigen Lausitz bleibt dabei auf der Strecke. Dagegen wehren wir uns.“

„In den USA rufen Persönlichkeiten wie der Klimawissenschaftler James Hansen oder die Autorin Naomi Klein zu Blockaden und Aktionen des Zivilen Ungehorsams gegen fossile Infrastruktur auf“, meint Patrick Stötzel von ausgeCO2hlt, der Kampagne, die das Klimacamp im Rheinland organisiert. „Für uns ist das ein weiteres, deutliches Signal, den sofortigen Braunkohleausstieg selbst in die Hand zu nehmen. Denn wenn wir jetzt nicht handeln, dann wird im Rheinland noch mindestens bis 2045 Braunkohle abgebaut und verfeuert. Um dem Klimawandel Einhalt zu gebieten, ist es dann zu spät. Gerade für die Menschen im Globalen Süden bedeutet dies Hunger, Flucht und Krieg. Aktive Solidarität mit allen Menschen auf dieser Welt und mit zukünftigen Generationen heißt, dass wir uns jetzt zur Wehr setzen. Die Camps finden deshalb genau dort statt, wo die Zerstörung, die durch Tagebaue und Kohlekraftwerke entsteht, ihren Anfang nimmt.“

„Das Anti-Braunkohlecamp in Hohenmölsen bei Leipzig dient vor allem der Vernetzung des Protestes gegen die Kraftwerks- und Tagebaupläne der MIBRAG und dem Austausch über Alternativen, besonders mit den Menschen vor Ort“, erklärt Annika Rothe, vom Bündnis Zukunft statt Braunkohle – Region Lützen. „Sachsen-Anhalt ist beim Ausbau der Erneuerbaren Energien an der Spitze der Bundesländer, das zeigt, dass es realistische und machbare Lösungen gibt. Gleichzeitig auf den Ausbau von Braunkohlestrukturen zu setzen, führt zwangsläufig irgendwann zum Systemkonflikt.“

Bereits 2011 fanden im Rheinischen Braunkohlerevier bei Köln und in der Lausitz Klimacamps mit mehreren hundert Teilnehmer_innen statt. Klima- und Energiecamps bieten Raum für Workshops, Austausch und Diskussion über Alternativen zu Kohle und Atom und fördern basisdemokratische Organisierung. Auch Aktionen und Demos gehören mit zum Programm. Im Rheinland wurden 2011 die Gleise der Kohlebahn besetzt, in Brandenburg mündeten die Proteste in der Besetzung der Parteizentralen von SPD und Linke. In Großbritannien, dem Ursprungsland der Klimacamps, hat diese Protestform maßgeblich dazu beigetragen, dass es keine weiteren Planungen für neue Kraftwerke oder Tagebaue mehr gibt.

Pressekontakte:

Christina Eichberger: 0176-92431402
Energie- und Klimacamp Lausitz,11.-19. August
www.lausitzcamp.info

Patrick Stötzel: 0157-37243327
Klimacamp im Rheinland, 03.-12. August
www.klimacamp.ausgeco2hlt.de

Annika Rothe: 0175-5497833
Klimacamp Hohenmölsen, 20.-26. August
www.zukunftsbund-luetzen.de

Info- und Mobiveranstaltung für das Klima- und Energiecamp in Cottbus

WANN: Montag, 30. Juli 2012, 19:00 Uhr
WO: Geschäftsstelle Grüne Jugend Berlin, Berlin-F‘hain

Der Widerstand gegen die fossilistisch, zentralistische Energieproduktion und das Engagement für eine selbstverwaltete, dezentrale, ökologische und soziale Energieversorgung von untengeht weiter. Vom 11. bis 17. August 2012 stehen in Cottbus in der Lausitz eine Woche lang eine Vielzahl von Workshops und Diskussionsveranstaltungen auf dem Programm. Eine Reihe von größeren und kleineren Aktionen gegen den Energiekonzern Vattenfall sind in der Pipeline.

Was ist eigentlich ein Klima- und Energiecamp, was ist geplant, wobei werden helfende Hände gebraucht, wieso ist das Camp eigentlich in der Lausitz und was heißt eigentlich Energiekämpfe? Auf alle diese Fragen und noch viele weitere wollen wir Antworten geben und uns mit euch austauschen.
Daher kommt alle zur Info- und Mobiverantsaltung. Noch toller ist es natürlich, wenn ihr euch im August auf dem Camp in Cottbus blicken lasst.

Die Info- und Mobiveranstaltung wird organsiert vom Bündnis „Vattenfall in die Tonne“.
Mehr Infos zum Camp.

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Weitere Info- und Mobiveranstaltung:

WANN: Dienstag, 24. Juli 2012, 20 Uhr
WO: In der A-17, Admiralstr. 17, Berlin-Kreuzberg

Veranstaltet von gegenstromberlin.

Einladung zum nächsten Kampagnen-Treffen

Liebe Interessierte!

Das nächste Treffen der Kampagne „Vattenfall in die Tonne“ findet statt am
Montag, den 2. Juli 2012, bei den
Naturfreunden in der Warschauer Straße 58.
Neue und Altbekannte sind herzlich willkommen!

Auf der Tagesordnung steht unter anderem die Diskussion über Selbstverständnis des Bündnisses wie auch über unsere Unterstützung der Mobilisierung für das Klima-Camp in der Lausitz vom 11. bis 19. August 2012 – http://www.lausitzcamp.info.